Ratgeber · Onlineshop

Onlineshop erstellen lassen: Kosten, Plattform, Zahlung

Ein Onlineshop ist mehr als eine Website mit Warenkorb. Wer ihn richtig plant, verkauft mehr und hat weniger Aufwand im Alltag. Hier sind die wichtigsten Entscheide im Überblick.

· 5 Min. Lesezeit · FirstMedia Solutions

Was ein Onlineshop kostet

Ein professionell erstellter Onlineshop beginnt bei uns ab CHF 6'500. Damit lässt sich ein überschaubares Sortiment mit Zahlung, Versand und sauberem Design umsetzen. Mit vielen Produkten, Varianten, mehreren Sprachen oder Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Kasse steigt der Aufwand grob in den Bereich von CHF 10'000 bis 30'000 oder mehr.

Dazu kommen laufende Kosten: Plattform- oder Hostinggebühren, Gebühren des Zahlungsanbieters pro Transaktion, Lizenzen für Erweiterungen sowie Wartung. Rechne diese Posten vor dem Start durch, damit deine Marge stimmt.

Unterschätzt wird oft der Aufwand nach dem Launch. Ein Shop verkauft nicht von selbst, er braucht Besucher. Plane deshalb Budget und Zeit für Suchmaschinenoptimierung, Werbung, Newsletter oder Social Media ein. Ein schlanker Shop mit gutem Marketing verkauft meist mehr als ein aufwendiger Shop, den niemand findet.

Die richtige Plattform wählen

Die Plattform bestimmt, wie flexibel dein Shop ist und wie viel er im Betrieb kostet. Es gibt keine beste Lösung für alle, sondern eine passende für dein Sortiment und deine Prozesse.

  • Shopify: gehostet, schnell startklar, monatliches Abo, viele Apps
  • WooCommerce: auf WordPress, sehr flexibel, Hosting und Updates in eigener Verantwortung
  • Shopware: stark bei grösseren Sortimenten und B2B-Anforderungen
  • Individuelle Lösung: wenn Standardprozesse nicht passen, etwa bei Konfiguratoren oder speziellen Abläufen

Zahlungsarten für die Schweiz

Schweizer Kundinnen und Kunden erwarten vertraute Zahlungsarten. TWINT gehört heute praktisch dazu, ebenso Kreditkarten wie Visa und Mastercard. Je nach Zielgruppe kommen PostFinance, Apple Pay, Google Pay und der Kauf auf Rechnung hinzu.

Abgewickelt werden die Zahlungen über einen Zahlungsanbieter, der die verschiedenen Methoden bündelt. Welche Kombination sinnvoll ist und was es zu beachten gilt, erklären wir im Artikel zu den Zahlungsarten im Schweizer Onlineshop.

Versand, MWST und Preise

Preise im Schweizer Onlineshop werden in CHF und für Privatkunden inklusive Mehrwertsteuer angezeigt. Der Normalsatz liegt seit 2024 bei 8,1 Prozent, für bestimmte Waren wie Lebensmittel oder Bücher gilt der reduzierte Satz. Kläre die korrekte Einstellung mit deiner Treuhand.

Beim Versand solltest du Kosten, Lieferzeiten und Abholoptionen klar kommunizieren. Viele Shops arbeiten mit der Post zusammen, eine Anbindung für Versandetiketten spart im Alltag viel Zeit. Verkaufst du ins Ausland, kommen Zoll und ausländische Steuerregeln dazu.

Produktdaten, Bilder und Texte

Ein Shop verkauft so gut wie seine Produktseiten. Kundinnen und Kunden können die Ware nicht anfassen, sie verlassen sich auf Bilder, Beschreibungen und Angaben zu Grösse, Material, Verfügbarkeit und Lieferzeit. Fehlt etwas Wichtiges, kaufen sie anderswo oder fragen per Mail nach.

Plane deshalb genug Zeit für die Produktdaten ein. Bei grossen Sortimenten lohnt es sich, die Daten aus einer bestehenden Quelle zu importieren, etwa aus der Warenwirtschaft oder einer Lieferantenliste, statt jedes Produkt von Hand anzulegen. Einheitliche Fotos mit neutralem Hintergrund und Detailansichten wirken professionell und erleichtern den Vergleich.

Eigene Produkttexte sind besser als die Standardtexte des Herstellers. Sie heben dich von anderen Shops mit demselben Sortiment ab und helfen bei der Auffindbarkeit in Google.

  • Aussagekräftige Fotos aus mehreren Perspektiven
  • Klare Angaben zu Varianten, Grössen und Material
  • Verfügbarkeit und Lieferzeit direkt auf der Produktseite
  • Eigene Beschreibung statt Herstellertext
  • Antworten auf typische Fragen, etwa zu Pflege oder Passform

Rechtliches im Shop

Ein Shop braucht ein vollständiges Impressum mit Firmenname, Adresse und Kontaktmöglichkeit, klare AGB mit Liefer-, Zahlungs- und Rückgabebedingungen sowie eine Datenschutzerklärung nach dem nDSG. Im Artikel zum Datenschutz auf der Website findest du die Grundlagen.

Anders als in der EU gibt es in der Schweiz kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht für Onlinekäufe. Viele Shops bieten trotzdem ein freiwilliges Rückgaberecht an, weil es Vertrauen schafft. Verkaufst du gezielt an Kundschaft in der EU, gelten deren Regeln. Lass die Texte im Zweifel rechtlich prüfen.

Prozesse hinter dem Shop

Der grösste Aufwand entsteht oft nicht im Shop selbst, sondern dahinter: Bestellungen erfassen, Lager nachführen, Rechnungen schreiben, Pakete vorbereiten, Kundenanfragen beantworten. Wer diese Schritte von Anfang an mitdenkt, wächst ohne Chaos.

Schnittstellen zu Buchhaltung, Warenwirtschaft oder Kassensystem verhindern doppelte Erfassung. Viele wiederkehrende Aufgaben lassen sich automatisieren, von der Bestellbestätigung bis zur Nachfrage nach einer Bewertung. Wie du dabei vorgehst, zeigt der Artikel Prozessautomatisierung mit KI.

  • Lagerbestand automatisch zwischen Shop und Laden abgleichen
  • Rechnungen und Buchungen direkt in die Buchhaltung übertragen
  • Versandetiketten aus der Bestellung erzeugen
  • Automatische Mails bei Versand, Verzögerung oder Rückgabe

Das Wichtigste in Kürze

Wenn du einen Shop planst, erstellen wir dir gern eine Offerte, die Plattform, Zahlung und Prozesse gemeinsam betrachtet. Am schnellsten geht das über die Angebotsanfrage Onlineshop.

  • Plane Einmalkosten und laufende Gebühren gemeinsam
  • Wähle die Plattform nach Sortiment, Prozessen und Wachstum
  • Biete TWINT und Kreditkarte an, ergänze je nach Zielgruppe
  • Zeige Preise in CHF inklusive MWST und kommuniziere Versandkosten klar
  • Sorge für Impressum, AGB und Datenschutzerklärung
  • Denke Lager, Buchhaltung und Versand von Anfang an mit

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop in der Schweiz?

Ein professioneller Onlineshop kostet typischerweise ab rund CHF 6'500. Mit grossem Sortiment, Schnittstellen oder Mehrsprachigkeit liegt das Budget deutlich höher.

Shopify oder WooCommerce, was ist besser?

Shopify ist schneller startklar und technisch einfacher im Betrieb. WooCommerce ist flexibler, erfordert aber mehr Pflege. Die Wahl hängt von Sortiment, Budget und Prozessen ab.

Gibt es in der Schweiz ein Widerrufsrecht für Onlinekäufe?

Ein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht wie in der EU gibt es in der Schweiz nicht. Viele Shops gewähren ein freiwilliges Rückgaberecht, das in den AGB geregelt wird.

Wie lange dauert es, einen Onlineshop zu erstellen?

Ein Shop mit überschaubarem Sortiment ist oft innert weniger Wochen startklar. Grosse Sortimente, Schnittstellen und Produktdaten verlängern die Projektdauer entsprechend.

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