Ratgeber · Website

Website erstellen lassen: der Ablauf in 7 Schritten

Eine neue Website ist kein Hexenwerk, aber ein Projekt mit klaren Etappen. Wenn du den Ablauf kennst, kannst du besser planen, schneller entscheiden und vermeidest Verzögerungen.

· 5 Min. Lesezeit · FirstMedia Solutions

Schritt 1: Ziel und Ausgangslage klären

Am Anfang steht nicht das Design, sondern die Frage: Was soll die Website erreichen? Mehr Anfragen, mehr Verkäufe, bessere Bewerbungen oder ein stärkerer Auftritt gegenüber Partnern. Je klarer das Ziel, desto besser lassen sich alle weiteren Entscheide treffen.

Dazu gehört ein ehrlicher Blick auf die bestehende Website: Was funktioniert, was nicht, welche Seiten werden gefunden? In einem kostenlosen Erstgespräch lässt sich das meist in einer halben Stunde sortieren.

Schritt 2: Offerte und Projektplan

Auf Basis des Gesprächs entsteht eine Offerte mit Umfang, Preis und Zeitplan. Achte darauf, dass darin klar steht, was enthalten ist: Seiten, Funktionen, Texte, Korrekturrunden, SEO-Grundlagen, Schulung und Betrieb.

Ein guter Projektplan nennt auch, was du lieferst und bis wann. Die meisten Verzögerungen entstehen nicht in der Entwicklung, sondern weil Inhalte fehlen, Entscheide sich hinziehen oder zu viele Personen mitreden, ohne dass jemand das letzte Wort hat.

Hilfreich ist eine klare Rollenverteilung: Eine Person auf deiner Seite sammelt das Feedback im Team und gibt es gebündelt weiter. Lege zudem früh fest, wer die Texte schreibt. Wenn das Team selbst schreiben will, plane dafür echte Zeit ein, nicht nur ein paar freie Abende.

Wünsche, die erst mitten im Projekt auftauchen, sind möglich, verschieben aber Termine und Kosten. Sammle solche Ideen auf einer Liste für eine zweite Etappe, statt den Launch zu blockieren.

  • Zugänge zu Domain, Hosting und alter Website bereithalten
  • Eine Ansprechperson mit Entscheidungskompetenz bestimmen
  • Termine für Feedback fix im Kalender eintragen
  • Klären, wer Texte und Fotos liefert

Schritt 3: Konzept und Struktur

Jetzt wird festgelegt, welche Seiten es gibt, wie die Navigation aufgebaut ist und welche Inhalte auf welche Seite gehören. Ausgangspunkt sind deine Zielgruppen: Welche Fragen haben sie, und welcher nächste Schritt soll folgen?

In dieser Phase lohnt sich auch ein Blick auf Suchbegriffe. Wenn du weisst, wonach deine Kundschaft sucht, kannst du die Struktur so planen, dass Google die Seiten später gut versteht.

  • Sitemap: alle Seiten und ihre Hierarchie
  • Wireframes: grober Aufbau der wichtigsten Seiten
  • Handlungsaufforderungen: Anruf, Formular, Termin, Kauf
  • Liste der benötigten Inhalte und Verantwortlichkeiten

Schritt 4: Design und Prototyp

Auf das Konzept folgt die Gestaltung. Meist wird zuerst die Startseite oder eine zentrale Unterseite entworfen, danach überträgt man das Design auf die weiteren Seitentypen. So siehst du früh, wie sich die Website anfühlt.

Ein klickbarer Prototyp hilft, Missverständnisse zu vermeiden, bevor programmiert wird. Bei uns kannst du sogar vorab einen gratis Website-Prototyp anfordern, um die Richtung zu sehen, bevor du dich entscheidest.

Schritt 5: Inhalte und Entwicklung

Parallel zur Entwicklung entstehen Texte, Bilder und Videos. Gute Inhalte sind konkret: Was bietest du an, für wen, zu welchen Bedingungen und warum bei dir? Allgemeine Floskeln überzeugen weder Menschen noch Suchmaschinen.

Die Entwicklung setzt das Design technisch um, mobil zuerst, mit sauberem Code, schnellen Ladezeiten und einem Redaktionssystem, mit dem du später selbst Inhalte pflegen kannst. Formulare, Buchungen oder Schnittstellen werden in dieser Phase eingebaut.

Bei Fotos lohnt sich die Überlegung, ob eigene Bilder möglich sind. Echte Aufnahmen von Team, Räumen und Arbeit wirken glaubwürdiger als Stockfotos, die man auf vielen anderen Websites wiedersieht. Ein halber Tag mit einer Fotografin oder einem Fotografen ist oft eine der wirkungsvollsten Investitionen im ganzen Projekt.

Schritt 6: Testen und Go-live

Vor dem Launch wird die Website auf verschiedenen Geräten und Browsern geprüft. Formulare müssen ankommen, Links funktionieren, Texte stimmen. Datenschutzerklärung und Impressum gehören vor dem Go-live auf die Seite.

Ersetzt die neue Website eine bestehende, sind Weiterleitungen von alten auf neue Adressen Pflicht. Sonst verlierst du Rankings, die du dir über Jahre aufgebaut hast. Mehr dazu im Artikel zum Relaunch ohne Ranking-Verlust.

  • Darstellung auf Smartphone, Tablet und Desktop
  • Formulare, Mails und Zahlungen im Echtbetrieb testen
  • Ladezeit und Bildgrössen prüfen
  • Weiterleitungen, Sitemap und Google Search Console einrichten
  • Datenschutzerklärung und Impressum vollständig

Schritt 7: Betrieb und Weiterentwicklung

Nach dem Go-live beginnt die eigentliche Arbeit der Website. Beobachte, welche Seiten besucht werden, woher Anfragen kommen und wo Besucher abspringen. Daraus ergeben sich die nächsten Verbesserungen.

Technisch braucht die Website regelmässige Updates, Backups und ein Auge auf die Sicherheit. Inhaltlich lohnt es sich, Angebote aktuell zu halten und neue Fragen deiner Kundschaft auf der Website zu beantworten.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn du dein Projekt mit einem erfahrenen Team angehen willst: Wir begleiten Websites vom Ziel bis zum Betrieb und richten sie darauf aus, Anfragen zu bringen. Mehr dazu auf der Seite Verkaufsstarke Website.

  • Starte mit dem Ziel, nicht mit dem Design
  • Plane Inhalte früh ein, sie sind der häufigste Zeitfresser
  • Lass dir einen Prototyp zeigen, bevor programmiert wird
  • Teste Formulare und Mails vor dem Launch selbst
  • Richte bei einem Relaunch 301-Weiterleitungen ein
  • Miss nach dem Go-live, was die Website bringt

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Je nach Umfang einige Wochen bis wenige Monate. Den grössten Einfluss hat, wie schnell Inhalte und Feedback bereitstehen.

Was muss ich für eine neue Website vorbereiten?

Hilfreich sind ein klares Ziel, eine Liste deiner Angebote, Logo und Markenfarben, vorhandene Fotos sowie Zugänge zu Domain und bisheriger Website.

Kann ich die Website später selbst bearbeiten?

Ja, in der Regel wird ein Redaktionssystem eingerichtet, mit dem du Texte, Bilder und Seiten selbst pflegen kannst. Kläre das vorab in der Offerte.

Wer schreibt die Texte für die neue Website?

Das legst du am Anfang fest. Entweder lieferst du die Texte selbst, oder die Agentur erstellt sie auf Basis eines Gesprächs mit dir. Professionelle Texte kosten mehr, sparen aber Zeit und wirken meist besser.

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